History

 

Aktionen und Ausstellungen am „Platz der Buchkunst 2007“



Das Papiermühlenmuseum von Capellades

Papiermühlenmuseum von Capellades

Zu Ehren der katalanischen Kultur wurde am Platz der Buchkunst Papier durch die Mitarbeiter des Museu Molí Paperer de Capellades bei Barcelona in katalanischer Tradition geschöpft (Kuratorin Victoria Raball).

Das Museum Molí Paperer von Capellades ist eines der bekanntesten Papiermuseen der Welt. Untergebracht in einer Papiermühle aus dem 18. Jahrhundert ist es sozusagen ein lebendes Museum, wo immer noch Papier von Hand geschöpft wird. Es beherbergt sowohl bedeutende Sammlungen von Werkzeugen und Maschinen zur Papierherstellung als auch Papiere und Dokumente aus dem 12. bis hin zum 20. Jahrhundert. Damit können die Besucher den ganzen Prozess der Papierherstellung verfolgen und sie können auch selbst einen praktischen Versuch machen, indem sie ihr eigenes Blatt Papier von Hand schöpfen. Das Museum spielt eine bedeutende Rolle bei der aktiven Verbreitung von Kenntnissen über Papier in allen seinen Facetten, und es empfängt jährlich 32.000 Besucher.

Das Museum befindet sich in Capellades, 60 km von Barcelona entfernt.
Capellades war ein bedeutendes Zentrum der Papierherstellung, das seine Blütezeit während des 18. und 19. Jahrhunderts hatte, als seine Papiere überall in Spanien und seinen Kolonien bekannt wurde. Heutzutage macht die Papiermühle hochwertige Papiere, Karten und Umschläge aus unterschiedlichen Fasern und Farben und mit unterschiedlichen Wasserzeichen. Das Papier des Museums eignet sich speziell für besondere Buch-Editionen, grafische Kunst, hochwertige Drucke und die verschiedensten Arten von Kunstprojekten. Als Beispiel sei hier erwähnt, dass das Museum für Ferran Adriá gearbeitet hat, indem es ein ganz besonderes Papier für dessen Restaurant "El Bulli" schuf. Außerdem hat das Museum verschiedene Kulissenelemente aus Papier für Opernaufführungen entwickelt, indem es für einige Unternehmen wie z.B. Carlos Santos gearbeitet hat. Buchkünstler, Herausgeber von bibliophilen Editionen und Papeterien sind weitere bedeutende Hauptabnehmer des Museumpapiers.




THE PAPER MILL MUSEUM OF CAPELLADES

Papiermühlenmuseum von Capellades

The Museu Molí Paperer of Capellades is one of the most well known museums dedicated to PAPER in the world. Housed in an 18th century paper mill, it is a living museum where paper is still made by hand. It has important collections of paper making tools and machinery, as well as papers and documents dating from the 12th to the 20th Centuries. With them, the visitors can see all the papermaking process, and also can practice it making their own sheet of paper by hand. The museum plays an important role in actively encouraging and disseminating knowledge about Paper in all its aspects and receives 32.000 visitors annually.


The Museum is located in the town of Capellades (60 km) from Barcelona.
Capellades was an important Paper manufacturing centre that reached its maximum splendour during the 18th ad 19th Centuries, when its paper became know all over Spain and its Colonies. Nowadays the museum paper mill makes high qualities papers, cards and envelops with different kinds of fibres, colours and watermarks. The paper of the museum is very suitable for special book editions, graphic art, are good for high quality printings and very different art projects. As a remark, in this subject the museum has worked for Ferran Adrià, creating a very special paper for its famous restaurant "El Bulli". The Museum has developed different kind of scenography elements with paper for opera shows, working for several companies like the Carlos Santos one. Art-Books and Bibliophile Editions, and Stationeries are another of the main costumers of the museum's paper.

www.mmp-capellades.net




Kremer Pigmente

Wie Farbpigmente gewonnen werden und wie man sie für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche einsetzt, zeigte Dr. Georg Kremer von der Farbmühle Aichstetten im Allgäu. Seine Forschungen führten zum grössten Sortiment historischer Pigmente weltweit.

Zinnoberrot, Smalte, Bleizinngelb, Veronesererde, Lapis Lazuli, Beinschwarz und Krapplack — um nur einige der seltenen Pigmente zu nennen — sind in der Allgäuer Farbmühle zu Hause, bevor sie auf Land-, Wasser- und Luftweg in die weite Welt verschickt werden. Restauratoren, Künstler, Geigenbauer, Handwerker gehören zum internationalen Kundenstamm der Firma Kremer Pigmente.
Genau vor 30 Jahren gründete der Diplom-Chemiker Georg Kremer sein Unternehmen, das seitdem zur ersten Adresse für den Bezug historischer Pigmente und Malmittel in der westlichen Welt avancierte.






Angefangen als Nebenerwerb zum Chemiestudium stellte sich schnell heraus, dass die Herstellung und der Vertrieb von Pigmenten, deren Rezepturen durch die industrielle Produktion verloren gegangen waren, auf begeisterte Kunden traf. Egal, ob es sich um die Restaurierung von Deckenfresken einer Kirche aus dem 17. Jahrhundert in der Schweiz handelte, den Wunsch eines Künstlers nach einem speziellen Rot, Gelb, Blau oder Grün, Dr. Kremer machte es sich zur Aufgabe, den gewünschten Farbton, das spezielle Pigment zu beschaffen bzw. sich auf die Suche nach seinem Fundort zu machen und es selbst herzustellen.

Mit dem Umzug 1984 von Rottenburg am Neckar in das Allgäuer Dorf Aichstetten gewann die Firma an Format. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs stetig. So sind heute über 30 Angestellte allein in Aichstetten damit beschäftigt, nach alten Rezepten Pigmentraritäten wie Lapis Lazuli in aufwändiger Handarbeit zu gewinnen, aus großen Farbgebinden kleine, versandfertige Tüten herzustellen und in Paketen zu verschicken, sowie Kunden am Telefon zu beraten.







Durch den Kauf einer Getreidemühle aus dem 18. Jahrhundert gelang es, Produktion, Vertrieb und Administration unter einem Dach zu vereinen. Eigene Läden in München und Stuttgart entstanden, eine Dependance in New York erschloss den amerikanischen Farbenmarkt. Über 50 Künstlerfachmärkte in Deutschland und der ganzen Welt bieten das Sortiment der Firma Kremer vor Ort an. Heute — 30 Jahre nach der Gründung der Firma — präsentiert sich Kremer Pigmente in der zukunftsträchtigen Rechtsform der GmbH+Co.KG als internationaler Marktführer für Pigmente im Bereich der Denkmalpflege und der anspruchsvollen Kunstmalerei. In der Zukunft wird die Firma verstärkt auf der Basis der historischen Pigmente für den Anwender einfach benutzbare Spezialprodukte anbieten. In den nächsten Jahrzehnten wird die Malerei und Restaurierung ein stetiges Wachstum weltweit ermöglichen. Denn Dr. Kremer ist stets auf der Suche nach den wahren Pigmenten und Malmitteln der Alten Meister.

www.kremer-pigmente.de






Die Berliner Malerin und Buchkünstlerin Uliane Borchert

Uliane Borchert

Uliane Borchert demonstrierte mit farbenfrohen Motiven das Siebdruckverfahren.

Die Künstlerin wurde 1943 in Bütow geboren und ist in Berlin, in der dritten Generation einer Künstlerdynastie, aufgewachsen. Als Meisterschülerin von Prof. Stabenau und Prof.Dörries ist Uliane Borchert seit 1983 freischaffend im Bereich Malerei, Grafik, Buchgestaltung, Bühnenbild und Wandmalerei. Sie hat immer von ihrem künstlerischen Schaffen leben können, ist also keine Unbekannte.
Der kraftvolle Ausdruck ihrer großformatigen Arbeiten ist beispiellos. Mit ungebremster Kraft sprengt Farbe den Raum, sich brechende Farbexplosionen erzeugen Räume im und um das Individuum. Mit ungeheurer Direktheit stellt sie den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Mit Wurzeln in einem tiefen Verständnis der Renaissance gelingt Uliane Borchert der trutzige Brückenschlag über die Zeiten ins Heute und individuelle Jetzt. Den Einzelnen direkt im Visier, wird die Würde des Menschen dennoch gewahrt, schließt die Direktheit den Schutz mit ein. So entstehen spannungsreiche Innenwelten, ein Vexierbild von Innen und Außen, das den Betrachter in das Geheimnis zieht.
Uliane Borchert experimentiert unermüdlich, mit ununterbrochener Schaffensfreude und erfindet dabei neue Methoden, wie z.B. das Schweißen auf Leinwand, oder ihre Scherenschnitte, die wie Malerei wirken, und umgekehrt.
Seit 2004 stellt sie in ihrer eigenen Galerie junge, hochbegabte Künstler aus, die sie zum Teil selbst für die Hochschulprüfungen vorbereitet hat und die nun, manche noch in der Meisterprüfung zu ihr zurückkommen. Aber auch Hans Scheib, Prof. Herwig Zens, Gülden Artun, Michaela Göttlicher stellen gerne bei dieser charismatischen Galeristin aus. Nach zwei Jahren, die sie allein der Galerie und ihren Künstlern gewidmet hat, stellt Uliane Borchert nun zum ersten Mal wieder ganz neue Werke aus.

www.kunstbuch-buchkunst.de





Ausstellungen


Book Art News Forum

Book Art News Forum


Hier konnten die Besucher ungestört die Neuerscheinungen der Buchkunstaussteller betrachten.
















Ekkeland Götze

Der Buchkünstler Ekkeland Götze


Ekkeland Götze wurde 1948 in Dresden geboren, arbeitete als Maler, Siebdrucker und Ingenieur, studierte an der Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden, zog 1988 nach München und arbeitet seit 1989 mit ERDE.

Am Beispiel seines Werkes »l 'Ocre« zeigte der Münchner Buchkünstler Ekkeland Götze das Spektrum einer einzigen Farbe — seine Terragrafien wurden mit Ocker-Erden aus Frankreichs reichsten Ockerlagerstätten gedruckt.

















l'Ocre, ein Künstlerbuch mit 16 Original-Terragrafien Ocker
Die Terragrafien wurden von E.G. selbst mit Ockererde aus Frankreichs reichsten Ockerlagerstätten, den Brüchen von Roussillon und Rustrel im Tal des Calavon, zwischen den Bergen des Vaucluse und dem Massiv des Luberon, auf BFK Rives 300 g gedruckt, auf Japan-Langfaserpapier kaschiert und Blatt für Blatt signiert und bezeichnet.
Der Text wurde der Handschrift "Il libro dell´arte o trattato della pittura" (Das Buch von der Kunst oder Traktat über die Malerei) von Cennino Cennini (ca. 1350 - ca. 1400) entnommen und von Andreas Kühne redigiert.
Das Buch entstand 1994/95 und umfasst 106 Seiten. Auflage 16 arabisch und 9 römisch nummerierte und signierte, handgebundene Exemplare in Holzdeckeln im Format 41 x 41 cm.
Die Teile des Buches können nach dem Aufbinden entsprechend einem beigelegten Plan an die Wand gehängt werden.
Der Betrachter hat dabei die Möglichkeit, durch das Umlegen der Text- und Titelseiten das Aussehen des Werkes vielfältig zu variieren.

www.ekkeland.de












qs-casasses

Der amerikanische Papierkünstler John Gerard

John Gerard präsentierte ein neues Werk, das sich mit dem Gedicht »Les cases del meu carrer« von Enric Casasses beschäftigt

www.qshots.de/qs/lit/qs-casasses.htm












Der deutsche Buchkünstler Dieter Sdun / Schierlingspresse

Homenaje a Joan Brossa

Der in Spanien lebende deutsche Buchkünstler Dieter Sdun stellte seine »Homenaje a Joan Brossa« vor.
















Der deutsche Buchkünstler Nils Burwitz / Libra Press

Der unsichtbare Miro

Ein spezielles Highlight war die Präsentation des Mappenwerkes »Der unsichtbare Miró« der Libra Press von Nils Burwitz aus Valdemossa/Mallorca.

www.burwitz-art.com/bibliophile














Die Papierkünstlerin Barbara Beisinghoff

Mit Goethe den Farbenkreis durchlaufen

»Mit Goethe den Farbenkreis durchlaufen« nennt sich das Projekt der Papierkünstlerin Barbara Beisinghoff, einem Auszug von 58 aus 920 Paragraphen zur Farbenlehre von Johann Wolfgang von Goethe.

Goethes Gedanken über farbige Schatten, Höfe um das leuchtende Bild und die durchsichtige und undurchsichtige Raumerfüllung haben die Künstlerin zu durchscheinenden Installationen mit Wasserzeichen, mit sich bewegendem Licht und graviertem farbigem Glas und dessen Farbreflexen inspiriert.

www.beisinghoff.de

















Die Galerie Raiña Lupa Ediciones in Barcelona

Eine umfangreiche Ausstellung mit zeitgenössischen Künstlerbüchern und Buchobjekten katalanischer Künstler hat Claudia Oliveira von der Galerie Raiña Lupa Ediciones in Barcelona zusammengestellt.
Die Galerie Raíña Lupa hat sich auf die Herausgabe und das Verlegen illustrierter Bücher mit Originalgrafiken spezialisiert. Sie arbeitet seit 1994 in Paris und hat neben anderen Werken von Antón Lamazares, Guinovart, Bonifacio, Javier Pagola, Ana de Matos y Leopoldo Nóvoa herausgegeben und verlegt.

Das Künstlerbuch in Katalonien
Katalonien ist auf Grund seiner geografischen Lage tradionell SpaniensTor zu Europa. Das trifft auch auf die Buchkunst zu, die hier auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Es begann schon im Mittelalter mit den Holzschnittmeistern, die aus ganz Europa kamen, speziell aus Frankreich und Deutschland, um uns mit dieser Kunst bekannt zu machen. Später wurde das Kloster Montserrat als eines der berühmtesten Verlagshäuser in Europa so bedeutend, dass es Illustratoren aus ganz Europa anzog. Aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde aus dem illustrierten Buch mehr und mehr ein Künstlerbuch. Während der Avant Gardes arbeiteten berühmte Künstler mit Schriftstellern an illustrierten Texten zusammen.
Paris, das Epizentrum modernster künstlerischer Strömungen, wurde von den meisten katalanischen Künstlern als Ort für neue Erfahrungen gewählt. Sowohl während des spanischen Bürgerkrieges als auch während der Franco-Diktatur bot Paris all den Künstlern Zuflucht, die zu entkommen und in Frieden zu arbeiten versuchten, z. B. Miró, Clavé, Tàpies etc.
In den späten 60ern kehrten die meisten dieser Künstler zurück nach Katalonien und stimulierten Galeristen und Herausgeber grafischer Kunst zu neuen Aktivitäten. Die katalanische Buchkunst erreichte einen Höhepunkt in den 80ern mit den unterschiedlichsten gemeinsamen Arbeiten von Künstlern und Schriftstellern.
Die 90er Jahre hindurch bis heute haben grafische Editionen eine sehr große Rolle in Katalonien gespielt. Herausgeber, Künstler und Schriftsteller arbeiten immer noch zusammen und tauschen ihr Wissen aus, um neue Projekte zu schaffen.



The artist's books in Catalonia
Catalonia due to its location has traditionally been Spain's doorway to Europe. Its geography has encouraged the settlement of many peoples and cultures through history and helped develop a long tradition of trade and exchange with neigh boring lands.
There is a long tradition of the illustrated books in Catalonia, documented from Middle Ages, when master's woodcutters came from all over Europe, especially from France and Germany, to introduce this art in our country. Living a rich heritage with exemplars like El llibre de les dones (The ladies' book) 1495 by Francesc Eiximenis, French influence; o the firsts luxury books La mascara reial (The royal masque) 1764 by Francesc Tramulles, and The Quixote (1892) de Ceferí Gorchs. We shouldn't forget the importance of the Montserrat Monastery as the oldest publishing houses in the world, and in fact a great attraction for illustrators of all Europe.
The beginning of the twentieth Century is when we can consider the illustrated book became into artist book. During the avant-gardes, named artists were in charge of illustrated literary texts together, with writers. After this work ensemble we can talk about Artist Book. A clear example of this is the book call Il éstait une petit pie (1928) made by Joan Miró and Lise Hirtz, and edited by Jean Bucher in France. Paris, being the epicentre of the artistic currents, was the place chose for most of the Catalan artists to find new experiences. Throughout the Spanish Civil War was the refuge of all those artists who tried to escape from the conflict and later on, during the dictatorship, was also the place to work in freedom. Artists like Miró, Clavé, Tàpies, etc, where there.
At the late 60's, most of those artists retuned to Catalonia stimulating the creation of new galleries and editors of graphic works, such as: Gustavo Gili, La Polígrafa, sala Gaspar, Maeght Gallery Barcelona, Pelaires (Mallorca), Cànem (Castelló), and others. Most of them still are being a referent today.
The splendour arrived at the 80's with great collaborations between artists and writers, for example: A. Tàpies-J. Brossa; A. Tàpies-P. Gimferrer; F. Amat-J. Brossa; J. Miró-P. Gimferrer; J. Plensa-J. Ferrero; Perejaume-J. Brossa; etc. A good example that shows as the quality of the Catalan artists and editors was the international exhibition Artists' Books/Libres d 'artista that took place in the Metrònom gallery in 1981. At the exhibition there were well-known artists and also young ones, most of the younger were conceptualist: F. Abad, F. Torres, S. Terrades, J. Rabascall, etc. This tendency continued on the 90's with books made by: M. Barceló-E. Juncosa; C. Pazos-V. Altaió; J. Barbarà-A.E. Solà; A. Alcaín-M. Vicent; P. Dolz-V.A. Estellés; J. Ribas-A. Clapés; E. Chillida-C. Janés; F. Estivill-M.Mercè Marçal; J. Guinovart-F. Garcia-Lorca; A. Alfaro-Ausiàs March; etc. And new publishers as Tabelaria (Barberà del Vallès), Tristan Barbarà (Figueres), Edicions 6a Obra Gràfica (Mallorca), Edicions T (Barcelona), etc.
Actually, graphic works editions still are being important in Catalonia. Editors and ateliers, artists and writers, still are working together, exchanging knowledge to create new projects.

www.rainalupa.com





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