History
4. Norddeutsche Handpressenmesse Hamburg, Januar 2005
Museum der Arbeit
Organisation: BuchDruckKunst e.V. Hamburg
Foyer
Das Museum der Arbeit und die Büchergilde Hamburg zeigten ihre
Druckwerke
Sonderausstellung
»Buchkunst aus der Arabischen Welt«
Kurator: Dr. Erich Paproth, Berlin






I. Obergeschoss
Kunst und Handwerk rund um das Buch:
Museum Papiermühle Homburg, Johannes Follmer, Markt
Triefenstein
Handsatzdruckerei Grath & Kaspar, Christian Beintker, Hamburg
Satz- und Druckmaterial Peter Vöge, Oldenburg
Hand- und Maschinensatz, Schriftguß und Buchdruck:
Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Abteilung Druck des Museums
III. Obergeschoss

48 ausgewählte
Buchkünstlerinnen und Buchkünstler aus
dem
In- und Ausland präsentierten ihre erlesenen Werke zum Verkauf
*Veronica Alarcon Ibanez, Valencia
*Antonio Alcaraz, Valencia
*Aphaia Verlag, Svea Haske, Berlin
*Atelier Tita do Rego Silva, Hamburg
*Atelier Gerhild Mölle, Hamburg
*Atelier Grotesque, Amsterdam
*Wolfgang Buchta, Wien
*Die Dreier Press, Peter Zaumseil, Elsterberg
*e 3, Susanne Nickel, Halle
*Edition Klaus Raasch, Hamburg
*Edition Albrecht, Krummenhagen
*Edition Balance, Marion & Henry Günther, Gotha
*Edition Bauwagen, Karl-Friedrich Hacker, Itzehoe
*Edition carpe plumbum, Thomas Siemon, Leipzig
*Edition Rainer Ehrt, Kleinmachnow
*Edition Einstein, Hans Witte, Emmerthal-Ohr
*edition go,Gisela Oberbeck, München
*Edition Klopfholz, Wilfried Bohne, Osnabrück
*Edition M & M, Jürgen Meyer Jurkowski, Hamburg
*Einhand Press, Reinhold Nasshan, Landau
*Elke Rehder Presse, Hamburg-Barsbüttel
*Frank Eißner Handpresse, Leipzig
*Garagendruck, Traute Langner-Geisler, München
*John Gerard, Rheinbach-Hilberath
*Gesmoldsberger Handpresse, Wilfried W. Wolff, Osnabrück
*HandsatzAtelier, Heinz Becker, Lindenberg/Pfalz
*Handsatzwerkstatt Fliegenkopf, Christa Schwarztrauber,
München
*Hertenstein-Presse, Axel Hertenstein, Pforzheim
*Hirundo Press, Caroline Saltzwedel, Hamburg
*Huck Finn Verlag, Uwe Schloen, Wangersen
*Katzengraben-Presse, Christian Ewald, Berlin-Köpenick
*Kossau Press, Heinz Vogler, Plön-Kossau
*Mail Art Book Art, G. J. Wunderer, Augsburg
*NeueKleiderDrucke, Hanfried Wendland, Berlin
*nikodim-book, Dmitry Sayenko, St. Petersburg
*Officin Albis, Werner Hiebel, Garching
*Officina Ludi, Claus Lorenzen, Großhansdorf
*Quetsche Verlag f. Buchkunst, Reinhard Scheuble, Witzwort
*Ute Reichel, Hamburg
*San Marco Handpresse, Peter Marggraf, Neustadt am Rbg.
*Schierlingspresse/Prensa Cicuta, Emilio Sdun, Cuevas del Almanzora
*Marion Schiff, Hamburg
*Selbstverlag Rolf Lock, Düren
*Serapion vom See, Michael Duske, Berlin
*Susanne Smajic, Münster
*Svato Verlag, Svato Zapletal, Hamburg
*Antje Wichtrey, Granada
*Widukind Presse Dresden, Hanif Lehmann, Radebeul
Abschlussbericht zur 4.Nordeutschen Handpressenmesse
Vorbereitungen
Die Vorbereitungen liefen nach
dem mit Dr. Jürgen Bönig erarbeiteten und
abgestimmten Konzept ab Juli 2004.
Die Teilnehmerzahl der Aussteller war
diesmal auf
Grund der Erfahrung der vorangegangenen Messen und aus
Platzgründen begrenzt worden. Es gab jedoch viele
Voranmeldungen.
So entschlossen sich die Veranstalter dazu, die Mitwirkenden erstmals
per Losverfahren zu ermitteln. Aus 178 Bewerbungen wählte die
Glücksfee 48 Aussteller aus Russland, den Niederlanden,
Österreich, Spanien und aus vielen Regionen Deutschlands.
Um die
gebündelte Aufmerksamkeit des Publikums bei dieser Messe vor
allem
auf die ausstellenden Buchkünstlerinnen und
Buchkünstler zu
lenken, war die Zahl der eingeladenen Buchhandwerker des Grafischen
Gewerbes diesmal geringer. Dennoch war in den Satz- und
Druckwerkstätten des Museums ständig rege
Betriebsamkeit.
Dafür sorgten die ehrenamtlichen Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen
ebenso wie die Gäste, die zur Demonstration ihrer
Tätigkeiten
angereist waren. Johannes Follmer, Papierschöpfer und Leiter
des
Papiermuseums, war mitsamt Equipment aus Homburg am Main
angereist.
Peter Vöge, der Leiter der Initiative Drucken & Lernen
kam aus
Oldenburg, und aus Hamburg war der Buchdrucker und Buchbinder Christian
Beintker dabei, dem Publikum die ”Schwarze Kunst“
vorzuführen.
Eine von Dr. Erich Paproth aus Berlin
kuratierte und in ihrer Art
einzigartige Ausstellung mit rund 30 Exponaten
zeitgenössischer
Arabischer Buchkunst begeisterte im Foyer des Museums das Publikum.
Im Vorführraum der 2. Etage
wurden mehrmals täglich Filme der
Holzschnittkünstler Artur Dieckhoff und Jacob Kirchheim
gezeigt.
Den Druck der Plakate und der
Einladungskarten besorgte das Museum der
Arbeit. Aus unterschiedlichen Farbvorschlägen des
bewährten,
von
Klaus Raasch gestalteten Plakatmotivs, wurde in einer
Gemeinschaftsaktion eine neue, leuchtende Variante ausgewählt
und
in hoher Auflage auf dem Heidelberger Zylinder gedruckt.
Kostenbewusst
wurde erstmals auf die Herstellung eines Messekatalogs verzichtet. Da
Geldnot auch erfinderisch macht, wurden auf der Rückseite
einer
Teilauflage der Plakate die Adressen der Teilnehmer gedruckt. Mit der
Eintrittskarte erhielt jeder Besucher ein solches Poster, das zugleich
Messeführer, Adressbuch und Wandschmuck mit dauerhaftem
Werbeeffekt ist.
Bereits ab September 2004 wurde
kräftig für die Messe
getrommelt. Flyer, die an vielen, von Bücherfreunden besuchten
Plätzen, wie Messen, Werkstätten, Museen, Galerien,
Buchhandlungen und Druckwerkstätten verteilt wurden, wiesen
auf
die 4. Norddeutsche Handpressenmesse BuchDruckKunst hin. Der Versand
der Einladungskarten im Großraum Hamburg wurde auch in diesem
Jahr durch Adressenmaterial unterstützt, das forum book art
großzügigerweise zur Verfügung stellte. Wie
bei den
früheren BuchDruckKunst-Messen im Museum der Arbeit erhielten
auch
diesmal alle Aussteller jede gewünschte Menge von Plakaten und
Einladungskarten zur eigenen Verteilung.
Beim Aufbau verlief alles nach Plan. Die
Räumlichkeiten im
Hauptgebäude des Museums erlaubten eine
großzügige
Platzierung der Aussteller im
3. Obergeschoss. Die Unterteilung mit den
Zwischenwänden sorgte für eine angenehme Gliederung
des
Raumes, wo die Aussteller bei ihrer Ankuft bereits wohl
präparierte, gut ausgeleuchtete Ausstellungsflächen
und
Tische vorfanden. Für die Druck- und Buchhandwerker wurde im
1.
Obergeschoss auf großzügige Weise Platz geschaffen,
das dem
Publikum die Betrachtung der Vorführungen ganz ohne
Gedränge
ermöglichte.
Durchführung
Sowohl die Buchkunstaussteller wie auch
die Buchhandwerker waren mit
ihrer Platzierung sehr zufrieden. Der Aufbau durch die Aussteller
verlief vollkommen problemlos.
Für Essen und Trinken der aktiv
Beteiligten sorgte die Belegschaft des Museums-Cafes sehr umsichtig an
einem extra dafür eingerichteten Platz.
Resonanz und Publikum
Die Messe wurde von 1.800 Besuchern
besucht.
Viele Besucher
äußerten sich sehr positiv über die
Vielfalt und die Qualität dieser Messe. Wie auch in den
Vergangenheit, so waren diesmal unter den Besuchern wieder viele
fachkundige Bibliophile. Das Kaufinteresse war nach Aussage fast aller
Aussteller ”den zur Zeit herrschenden Umständen
entsprechend“. In
zahlreichen E-mails und Briefen lobten die Buchkünstler die
angenehme und kollegiale Atmosphäre, berichteten, dass sich
für sie interessante neue Kontakte ergeben hatten und sprachen
davon, dass sich auch danach für sie noch Verkäufe
ergeben
haben.
Auch die Buchhandwerker aus dem 1.
Obergeschoss waren mit den
Ergebnissen dieser Messe hoch zufrieden.
Vielfach wurde der Wunsch
geäußert, auch an kommenden Messen teilnehmen zu
wollen.
Der Wunsch nach einer Jurierung der Teilnehmer wurde – im
Gegensatz zu
den früheren Messen – diesmal von keinem der
Aussteller
vorgebracht.
Großes Lob aller Aussteller bekam auch diesmal der
BuchDruckKunst e.V. für die individuelle und als perfekt
gepriesene ”Rundumbetreuung“ vor, während
und nach der Messe. Dazu
gehörten Ratschläge für die An- und Abreise,
zu
Übernachtungsmöglichkeiten, zu kulturellen und
touristischen
Attraktionen, die von den Ausstellern, aber auch von Besuchern, die von
weither angereist waren, vor und nach der Messe wahrgenommen wurden.
Presse und
Öffentlichkeitsarbeit
Im Galeriespiegel der ZEIT waren auf
Initiative des BDK e.V. zwei
Anzeigen geschaltet.
Die Presse wies schon Monate vorher in einer Extra-Ausgabe für
die
Hamburger Museen, einer Beilage des Hamburger Abendblattes, mit einem
großen Artikel auf diese Messe hin. Zusätzlich zu
einem
termingerechten Veranstaltungshinweis erschien noch einmal ein
bebilderter, zweispaltigen Beitrag im Hamburger Abendblatt am Tag nach
der Messe.
BuchDruckKunst e.V. und forum book art Hamburg hatten die Messe auf
ihren beiden Websites angekündigt und mit E-Mail-Aussendungen
an
ihre Internet-Partner beworben. Unter www.google.de Norddeutsche
Handpressenmesse sind genau 58 Einträge verzeichnet.
Nachlese
Die beim BDK e.V. eintreffende Post,
Faxe, E-Mails und Telefonanrufe
zeigen, dass durch die Norddeutsche Handpressenmesse viele Impulse
ausgelöst und neue – auch internationale –
Beziehungen
geknüpft werden. Besucher erkundigen sich auch im Nachhinein
nach
Künstlern und deren Adressen oder nach bestimmten Werken, die
sie
dort gesehen haben. Presseleute fragen nach weiteren Informationen.
Veranstalter anderer, etablierter Buchkunstmessen aus dem In- und
Ausland zeigen sich vom Konzept, der Zusammenstellung der Aussteller
und dem Publikumserfolg dieser Messe beeindruckt.
Dank
Allen, die geholfen haben, die 4.
Norddeutsche Handpressenmesse zum
Erfolg zu führen, gilt unser Dank:
–
und den
zahlreichen beteiligten Künstlern und Künstlerinnen
mit ihren
Vorführungen in der Grafischen Abteilung.
Last but not least sei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gedankt, die
dafür sorgten, dass dem Hamburger Publikum eine
internationale, hochwertige und einzigartige kulturelle Veranstaltung
geboten werden konnte.